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Mein Besuch auf der Nürnberg Penshow 2026: Ein Paradies für Füller- und Schreibwarenfans

Nürnberg Penshow 2026



Ich habe eine große Schwäche für schöne Schreibwaren. Notizbücher, besondere Stifte und ausgefallene Schreibgeräte können mich ziemlich zuverlässig begeistern. Dabei müssen die Dinge nicht unbedingt teuer oder selten sein. Oft reicht schon eine ungewöhnliche Farbe, ein besonderes Design oder eine Idee, bei der ich denke, dass ich so etwas noch nie gesehen habe.

Eigentlich ist es deshalb erstaunlich, dass ich bisher noch nie auf einer Penshow war. Dabei findet mit der Nürnberg Penshow sogar eine solche Veranstaltung fast direkt vor meiner Haustür statt. Am 9. Mai 2026 habe ich das endlich geändert und zum ersten Mal die Nürnberg Penshow besucht.

Meine erste Nürnberg Penshow im Merks Motor Museum

Schon im Vorfeld war klar, dass mich dort keine klassische Messe mit großen Hallen und aufwendig inszenierten Messeständen erwarten würde. Die Nürnberg Penshow findet im Merks Motor Museum statt und ist wesentlich kleiner als eine typische Publikumsmesse. Im Mittelpunkt stehen Füller, besondere Schreibgeräte und natürlich die Menschen, die sie sammeln und sich dafür begeistern. Wie beliebt dieses vermeintliche Nischenthema ist, wurde mir spätestens beim Betreten des Veranstaltungsraums klar. Die Penshow mag überschaubar sein, leer war sie bei meinem Besuch ganz sicher nicht. Zwischen den dicht aufgestellten Tischen drängten sich die Besucher, begutachteten Füller, stöberten durch ganze Sammlungen und kamen miteinander ins Gespräch.

Für mich gab es entsprechend viel zu entdecken. Neben modernen Schreibgeräten lagen auf den Tischen ältere Modelle, Raritäten und Stücke, bei denen ich vermutlich erst einmal eine kleine Geschichtsstunde gebraucht hätte, um ihren tatsächlichen Wert zu erkennen. Gerade diese Mischung machte das Herumstöbern spannend. Mein persönliches Highlight wartete allerdings am Stand von Kaweco auf mich. Dort konnte ich meinen eigenen Kaweco DIY Sport Glow 2026 zusammenbauen. Ein Füller, der im Dunkeln leuchtet und den ich auch noch selbst zusammensetzen durfte, trifft meine Vorliebe für ungewöhnliche Schreibwaren ziemlich genau. So wurde aus meinem ersten Besuch auf der Nürnberg Penshow nicht nur ein schöner Ausflug in eine für mich überraschend große Welt von Füllern und Sammlerstücken. Ich nahm am Ende auch ein ganz persönliches Erinnerungsstück mit nach Hause. Und ganz nebenbei habe ich an diesem Tag noch einmal neu entdeckt, wie eng Nürnberg und die Region seit Jahrhunderten mit der Geschichte unserer Schreibwaren verbunden sind.

Klein, speziell und ziemlich gut besucht

Wer bei einer kleinen Sammlerbörse an ein paar Verkaufstische und eine Handvoll Besucher denkt, wird auf der Nürnberg Penshow ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Zumindest bei meinem Besuch war der Veranstaltungsraum im Merks Motor Museum pickepackevoll. Teilweise musste man sich erst einmal einen Weg zu den einzelnen Tischen suchen, um überhaupt einen genaueren Blick auf die ausgestellten Schreibgeräte werfen zu können.

Besucher auf der Nürnberg Penshow 2026

Klein, aber alles andere als leer. Bei meinem Besuch war die Nürnberg Penshow richtig gut besucht.



Gerade diese Atmosphäre hat mich überrascht. Die Nürnberg Penshow fühlt sich nicht wie eine klassische Messe an. Statt großer Messestände stehen hier einfache Tische dicht nebeneinander, auf denen teilweise ganze Sammlungen ausgebreitet sind. Davor stehen Menschen, die Füller ausprobieren, nach bestimmten Modellen suchen oder sich mit den Ausstellern und anderen Besuchern unterhalten.

Ein Treffpunkt für Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft

Die Nürnberg Penshow ist vor allem als Treffpunkt für Sammler und Liebhaber besonderer Schreibgeräte gedacht. 2026 fand sie bereits zum 17. Mal statt. Organisiert wird die Veranstaltung von Michael Gutberlet, der eng mit der Geschichte von Kaweco in Nürnberg verbunden ist. Trotzdem ist die Penshow keine reine Kaweco-Veranstaltung. Gutberlet organisiert sie privat und bringt damit einmal im Jahr Sammler, Händler und Schreibwarenfans zusammen.

Das merkt man auch beim Rundgang. Hier geht es weniger um perfekt inszenierte Produktneuheiten als um das Entdecken und Fachsimpeln. Manche Besucher scheinen ganz genau zu wissen, wonach sie suchen. Andere stöbern einfach durch das Angebot. Ich gehörte bei meinem ersten Besuch definitiv zur zweiten Gruppe.

Gerade für mich hatte das seinen Reiz. Ich sammle Schreibwaren vor allem, weil mir ein besonderes Design, schöne Materialien oder ungewöhnliche Ideen gefallen. Bei manchen historischen Füllern auf der Penshow hätte ich vermutlich nicht einmal erkannt, welches besondere Stück gerade vor mir liegt. Dafür konnte ich mich wunderbar durch die Auslagen schauen und immer wieder etwas entdecken, das meine Aufmerksamkeit geweckt hat.

Zwischen modernen Füllern und alten Sammlerstücken

Das Angebot war entsprechend bunt gemischt. Neben modernen Füllern und Schreibgeräten gab es viele ältere Modelle, Zubehör und ganze Etuis voller Stifte zu sehen. An einigen Tischen lagen die Schreibgeräte fein säuberlich nebeneinander. An anderen durfte man sich durch Schachteln und größere Sammlungen arbeiten.

Füller und Schreibgeräte auf der Nürnberg Penshow

Auf den Tischen gab es jede Menge Füller und andere Schreibgeräte zu entdecken.



Genau diese Mischung hat für mich den Charme der Nürnberg Penshow ausgemacht. Man muss kein ausgewiesener Füllerexperte sein, um hier gerne zu stöbern. Gleichzeitig hatte ich schnell das Gefühl, dass sich zwischen all den Schreibgeräten vermutlich so manche Rarität versteckte, deren Bedeutung ein erfahrener Sammler auf den ersten Blick erkannt hätte.

Dass eine solche Veranstaltung ausgerechnet in Nürnberg stattfindet, passt übrigens erstaunlich gut. Denn Füller und Schreibwaren haben in der Stadt und der Region eine viel längere Tradition, als mir vor meinem Besuch bewusst war.

Warum Nürnberg eine echte Schreibwarenstadt ist

Dass sich ausgerechnet in Nürnberg einmal im Jahr Füllerfans, Händler und Sammler zur Nürnberg Penshow treffen, passt erstaunlich gut zur Geschichte der Stadt. Denn Nürnberg und das unmittelbare Umland gehören seit Jahrhunderten zu den bedeutenden Orten der deutschen Schreibwarenindustrie.

Mir war natürlich schon vorher bewusst, dass einige bekannte Schreibwarenhersteller aus Franken kommen. Wie stark diese Branche tatsächlich mit Nürnberg verbunden ist, wurde mir aber erst bei der Recherche für diesen Beitrag klar. Die Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und viele Namen, die daraus hervorgegangen sind, dürften sich noch heute in unzähligen Federmäppchen und Schreibtischschubladen finden.

Vom Nürnberger Handwerk zur Bleistiftindustrie

Einer der frühesten belegten Namen ist Friedrich Staedtler. Er wurde bereits 1662 in Nürnberger Unterlagen als Bleistiftmacher erwähnt. Zu dieser Zeit war die Herstellung von Bleistiften noch echtes Handwerk. Die Mine musste gefertigt, in Holz eingefasst und anschließend weiterverarbeitet werden. Aus diesem Handwerk entwickelte sich in Nürnberg mit der Zeit ein bedeutender Industriezweig. Besonders im 19. Jahrhundert wuchs die Produktion stark. Um 1900 arbeiteten nach Angaben von STAEDTLER rund 10.000 Menschen in der Nürnberger Blei- und Buntstiftindustrie. Damit gehörte sie zu den wichtigen Industriezweigen der Stadt.

Wenn man heute einen Bleistift in die Hand nimmt, denkt man vermutlich eher selten darüber nach, woher er kommt. Dabei wurde ein Teil der Geschichte dieses alltäglichen Schreibgeräts direkt hier in Franken geschrieben.

STAEDTLER, Faber-Castell und Schwan-STABILO haben hier ihre Wurzeln

1835 gründete Johann Sebastian Staedtler in Nürnberg sein eigenes Unternehmen. Daraus entwickelte sich die heutige Marke STAEDTLER, die ihren Hauptsitz noch immer in Nürnberg hat. Selbst der Name des bekannten gelb-schwarzen Noris-Bleistifts erinnert an die Heimat des Unternehmens. Noris ist ein alter Beiname für Nürnberg.

Nur wenige Kilometer entfernt beginnt eine weitere bekannte Schreibwarengeschichte. Bereits 1761 stellte Kaspar Faber in Stein bei Nürnberg Bleistifte her und verkaufte sie unter anderem auf dem Nürnberger Markt. Aus seiner kleinen Werkstatt entwickelte sich über Generationen das heutige Unternehmen Faber-Castell, dessen Stammsitz sich noch immer in Stein befindet. Auch Schwan-STABILO hat seine Wurzeln in Nürnberg. Die Geschichte des Unternehmens begann 1855 mit einer dort gegründeten Bleistiftfabrik. Später entstanden daraus Schreibgeräte, die heute weit über Deutschland hinaus bekannt sind. Dazu gehören beispielsweise der STABILO BOSS und der point 88. Sogar zu meiner Heimatregion gibt es eine Verbindung. Während des Zweiten Weltkriegs verlagerte Schwan einen Teil seines Holzdepots nach Weißenburg. Aus diesem Standort entwickelte sich später die Schwanhäußer GmbH. Für mich ist das eines dieser kleinen Details, durch die die große Industriegeschichte plötzlich überraschend nah an die eigene Haustür rückt.

Auch Lyra gehört zur Nürnberger Schreibwarengeschichte

Und damit ist die Liste noch nicht vollständig. Auch die traditionsreiche Marke Lyra hat Nürnberger Wurzeln. Ihre Geschichte begann 1806 mit dem Bleistiftmacher Johann Froescheis. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich auch dieser Betrieb von der handwerklichen Fertigung hin zur industriellen Produktion.

Wenn man all diese Unternehmen zusammennimmt, bekommt die Bezeichnung Nürnbergs als Schreibwarenstadt plötzlich eine ganz andere Bedeutung. STAEDTLER, Faber-Castell, Schwan-STABILO und Lyra sind keine zufällige Ansammlung bekannter Markennamen aus derselben Region. Sie stehen für eine jahrhundertealte Tradition rund um Bleistifte, Farben und Schreibgeräte, die Nürnberg und sein Umland wirtschaftlich mitgeprägt hat. Mit diesem Hintergrund wirkt auch die Nürnberg Penshow für mich noch einmal anders. Sie ist natürlich keine Fortsetzung der historischen Bleistiftindustrie im eigentlichen Sinne. Aber die Idee, Menschen mit einer Begeisterung für besondere Schreibgeräte ausgerechnet hier zusammenzubringen, könnte kaum besser zur Stadt passen. Und auch Kaweco fügt dieser Nürnberger Schreibwarengeschichte heute ein interessantes Kapitel hinzu. Die Marke wurde zwar ursprünglich nicht in Nürnberg gegründet, ihre neuere Geschichte ist aber eng mit der Stadt verbunden.

Kaweco und Nürnberg

Auch die heutige Geschichte von Kaweco führt nach Nürnberg. Die Marke selbst wurde allerdings nicht hier gegründet. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1883 nach Heidelberg zurück. Die Verbindung nach Franken entstand wesentlich später. 1994 erwarb die Nürnberger h&m gutberlet gmbh die Markenrechte an Kaweco und begann damit, die traditionsreiche Marke neu aufzubauen. Dabei griff das Unternehmen unter anderem den Kaweco Sport wieder auf, dessen Geschichte bis ins Jahr 1911 zurückreicht. Heute befindet sich der Unternehmenssitz von Kaweco in Nürnberg.

Historische Informationen zur Schreibgeräteherstellung von Kaweco



Michael Gutberlet und die Nürnberg Penshow

Mit der neueren Geschichte von Kaweco ist auch Michael Gutberlet verbunden. Auf der offiziellen Website der Nürnberg Penshow wird er als Seniorchef von Kaweco bezeichnet. Gleichzeitig organisiert er die Nürnberg Penshow als Privatperson. Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn die Penshow ist keine Hausmesse von Kaweco. Auf der Veranstaltung 2026 war die Marke jedoch selbst mit einem Stand vertreten. Dort konnte ich verschiedene Kaweco Schreibgeräte anschauen und bin schließlich bei einer Aktion gelandet, die für mich zu einem der schönsten Erlebnisse meiner ersten Penshow wurde.

Vom Anschauen zum Selbermachen

Am Kaweco Stand standen mehrere Montagevorrichtungen bereit. Daneben lagen die einzelnen Bestandteile des Kaweco DIY Sport. Statt einen fertigen Füller zu kaufen, konnte man hier selbst Hand anlegen und die verschiedenen Komponenten zu einem eigenen Schreibgerät zusammensetzen. Dahinter steckt das DIY-Konzept von Kaweco. Das Unternehmen stellt dafür jedes Jahr eine neue Farbvariante des Kaweco DIY Sport vor. Die Aktion findet bei ausgewählten stationären Händlern und Veranstaltungen statt. Der DIY Sport wird dabei aus sieben Komponenten zusammengesetzt und ist laut Kaweco nicht regulär online erhältlich. 2026 trägt die Edition den Namen Kaweco DIY Sport Glow. Der transluzente Kunststoff kann durch Sonnenlicht oder UV-Licht aufgeladen werden und leuchtet anschließend im Dunkeln. Spätestens damit war für mich klar, dass ich mir auf meiner ersten Nürnberg Penshow nicht nur Füller anschauen würde. Ich wollte meinen eigenen zusammenbauen.

Kaweco Stand auf der Nürnberg Penshow 2026

Kaweco war 2026 mit einem eigenen Stand auf der Nürnberg Penshow vertreten.



Mein persönliches Highlight auf der Nürnberg Penshow

Natürlich hätte ich die Nürnberg Penshow auch einfach mit vielen Eindrücken und ohne einen neuen Füller verlassen können. Das wäre für jemanden mit meiner Begeisterung für schöne Schreibwaren aber vermutlich die deutlich unwahrscheinlichere Variante gewesen. Am Stand von Kaweco hatte ich die Möglichkeit, mir meinen eigenen Kaweco DIY Sport Glow zusammenzubauen. Und genau diese kleine Aktion ist mir von meinem ersten Besuch besonders in Erinnerung geblieben.

Zusammenbau eines Kaweco DIY Sport auf der Nürnberg Penshow

Bei der DIY-Aktion konnte der Kaweco Sport direkt vor Ort zusammengesetzt werden.



Mein eigener Kaweco DIY Sport Glow 2026

Das Besondere am DIY-Konzept ist, dass man nicht einfach einen fertigen Füller überreicht bekommt. Die einzelnen Komponenten liegen an der Station bereit und werden vor Ort zusammengesetzt. Auf meinem Foto von der DIY-Station kann man sogar sehen, welche Teile dazugehören. Unter anderem liegen dort Vorderteil, Schaft, Kappe, Tintenpatrone und das kleine Kaweco Logo bereit.

Kaweco DIY Sport Glow Einzelteile und Montagestation

An der DIY-Station lagen die einzelnen Komponenten für den Kaweco Sport bereit.



Für mich machte genau das den Reiz aus. Natürlich entsteht dabei kein Füller von Grund auf und man stellt auch keine einzelnen Bauteile selbst her. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man sein neues Schreibgerät nicht einfach aus einer Verpackung nimmt, sondern selbst zusammensetzt. Die Edition von 2026 macht das Ganze noch ein bisschen besonderer. Der Kaweco DIY Sport Glow besteht aus einem transluzenten, grünlich wirkenden Kunststoff. Wird dieser Sonnenlicht oder UV-Licht ausgesetzt, kann er sich aufladen und anschließend im Dunkeln leuchten. Ergänzt wird das Design durch silberfarbene Elemente.

Ein Souvenir, das perfekt zu diesem Tag passt

Mein fertiger Kaweco ist für mich inzwischen mehr als einfach ein weiterer Füller in meiner Sammlung. Ich weiß noch genau, woher er kommt und verbinde ihn unmittelbar mit meinem ersten Besuch auf der Nürnberg Penshow. Gerade bei Dingen, die man sammelt, finde ich solche Geschichten besonders schön. Natürlich könnte ich mir einen neuen Füller auch ganz bequem zu Hause bestellen. Ein Schreibgerät, das ich bei einer Penshow entdeckt und dort selbst zusammengesetzt habe, hat für mich aber einen ganz anderen Erinnerungswert.

Kaweco DIY Sport Glow 2026 Füller

Mein fertiger Kaweco DIY Sport Glow 2026 und persönliches Souvenir von der Penshow.



Dass es dann ausgerechnet ein kleiner Kaweco ist, der im Dunkeln leuchtet, macht die Sache nur noch besser. Zwischen all den klassischen, eleganten und teilweise historischen Schreibgeräten auf der Penshow ist mein leuchtender DIY Sport wahrscheinlich nicht gerade die zurückhaltendste Wahl.

Füller und Oldtimer im Merks Motor Museum

Mindestens genauso ungewöhnlich wie manche Schreibgeräte auf der Nürnberg Penshow ist ihr Veranstaltungsort. Die Penshow findet nicht in einem Messezentrum oder einem klassischen Veranstaltungssaal statt, sondern im Merks Motor Museum im Nürnberger Norden. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Fabrikhalle und widmet sich historischen Fahrzeugen. Für eine Veranstaltung rund um Füller und Schreibgeräte ist das zunächst einmal eine ungewöhnliche Adresse. Gleichzeitig passt ein Museum als Treffpunkt für Sammler eigentlich ziemlich gut zur Nürnberg Penshow.

Merks Motor Museum in Nürnberg

Die Nürnberg Penshow findet im Merks Motor Museum im Nürnberger Norden statt.



Eine Penshow mit ganz eigener Atmosphäre

Was mir von meinem Besuch besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die unkomplizierte Atmosphäre der Veranstaltung. Hier gab es keine großen, aufwendig gestalteten Messestände. Stattdessen standen einfache Tische dicht nebeneinander, auf denen Füller, Etuis, Schachteln und teilweise ganze Sammlungen ausgebreitet waren.

Bei meinem Besuch war der Raum so gut gefüllt, dass ich mich teilweise erst zwischen anderen Besuchern hindurchbewegen musste, um einen genaueren Blick auf die einzelnen Tische werfen zu können. Überall wurde geschaut und gestöbert. Manche Besucher nahmen einzelne Schreibgeräte genauer unter die Lupe, während an anderen Stellen Gespräche entstanden.

Gerade dieses Gewusel hat mir gefallen. Man wusste vorher nicht unbedingt, was einen am nächsten Tisch erwartet. Mal lagen dort fein säuberlich aufgereihte Schreibgeräte, mal ganze Etuis voller Füller und an anderer Stelle moderne Modelle und Zubehör.

Gerade die überschaubare Größe macht den Reiz aus

Für mich hat die überschaubare Größe viel zum Charme der Nürnberg Penshow beigetragen. Man läuft nicht kilometerweit durch Messehallen und versucht auch nicht, möglichst viele Programmpunkte abzuhaken. Stattdessen kann man sich einfach treiben lassen. Man geht ein paar Schritte, bleibt wieder stehen und entdeckt den nächsten Füller, der interessant aussieht. Dann schaut man durch eine weitere Auslage und landet irgendwann am Kaweco Stand, wo man plötzlich seinen eigenen Füller zusammenbaut. Für meinen ersten Besuch war das genau die richtige Art, eine Penshow kennenzulernen. Die Veranstaltung ist kompakt genug, um sie entspannt zu erkunden. Gleichzeitig gab es auf den dicht gefüllten Tischen so viel zu entdecken, dass ich immer wieder irgendwo hängen geblieben bin. Vielleicht ist genau das mein stärkster Eindruck von der Nürnberg Penshow. Sie versucht gar nicht, eine große Messe zu sein. Sie ist ein ziemlich spezieller Treffpunkt für Menschen, die sich für schöne und besondere Schreibgeräte begeistern. Gerade das macht ihren eigenen Charme aus.

Mein Fazit zur Nürnberg Penshow 2026

Mein erster Besuch auf der Nürnberg Penshow hat mir vor allem gezeigt, wie groß die Welt hinter einem vermeintlich alltäglichen Gegenstand wie einem Füller sein kann. Zwischen historischen Schreibgeräten, modernen Modellen und ganzen Sammlungen gab es deutlich mehr zu entdecken, als die überschaubare Größe der Veranstaltung zunächst vermuten lässt.

Dabei muss man meiner Meinung nach nicht selbst leidenschaftlich Füller sammeln oder sich mit seltenen Modellen auskennen, um hier Spaß zu haben. Ich konnte bei vielen Schreibgeräten weder das Alter noch den Sammlerwert einschätzen und habe trotzdem gerne durch die Auslagen gestöbert. Für mich ging es viel mehr darum, besondere Stücke zu entdecken und mich von all den unterschiedlichen Formen, Farben und Materialien überraschen zu lassen.

Wer allerdings eine klassische Messe mit großen Markenständen, umfangreichem Rahmenprogramm und perfekt inszenierten Produktwelten erwartet, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen. Genau das ist die Nürnberg Penshow nicht. Sie ist kleiner, persönlicher und deutlich stärker von der Sammlerwelt geprägt.

Würde ich die Nürnberg Penshow noch einmal besuchen?

Für mich ist die Antwort ziemlich eindeutig. Wenn die Nürnberg Penshow wieder stattfindet und es zeitlich passt, würde ich noch einmal hingehen.

Das liegt nicht nur daran, dass ich ohnehin eine Schwäche für Schreibwaren habe. Mir gefällt auch die Idee einer Veranstaltung, die sich so konsequent einem vergleichsweise speziellen Thema widmet. Man trifft auf Menschen, die sich für genau diese Dinge begeistern, kann in Ruhe stöbern und entdeckt Schreibgeräte, die einem beim normalen Einkaufsbummel vermutlich nie begegnen würden. Besonders schön finde ich im Nachhinein auch den Bezug zu Nürnberg. Erst durch die Recherche für diesen Beitrag habe ich verstanden, wie tief die Geschichte der Schreibwarenindustrie in der Stadt und der Region verwurzelt ist. Dass heute ausgerechnet hier eine Penshow stattfindet, fühlt sich mit diesem Wissen noch einmal passender an.

Und dann wäre da natürlich mein kleiner Kaweco DIY Sport Glow. Der leuchtende Füller ist vielleicht kein historisches Sammlerstück und vermutlich auch nicht das wertvollste Schreibgerät, das an diesem Tag im Merks Motor Museum zu finden war. Für mich ist er trotzdem das perfekte Mitbringsel. Denn jedes Mal, wenn ich ihn aus meiner Sammlung nehme, weiß ich noch genau, wo ich ihn bekommen habe. Auf meiner ersten Nürnberg Penshow, selbst zusammengebaut und natürlich in einer Farbe, die man wirklich nicht übersehen kann.

Viel passender hätte mein erster Besuch eigentlich nicht enden können.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich freue mich über Feedback und Kommentare. Du kannst mich auch gerne über meine Kontaktseite erreichen oder mir auf Instagram folgen, um mehr zu erfahren. Bis zum nächsten Beitrag!

Bleib gesund!
Alex


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